Eltern & Schüler kommen zu Wort
Aaron im Jan. 2009:
„Wenn ich Ostern schon nicht zum Skifahren kann, müsst Ihr mich aber zumindest für die Ferienbetreuung in der Schule anmelden!!!“

Leserbrief zum Artikel „Freie Reformschule Obdachlos“ vom 16.12.2008
Sowohl die Stadt als auch die Alta Fides AG, neuer Eigentümer des seinerzeit von der SRH angemieteten Schulareals, behaupten, dass der Freien Reformschule eine gute Zwischenlösung in Form einer Fertigbauanlage angeboten wurde. Bis zum heutigen Tag wurden unserer Schule auch nach mehrmaligen Anfragen lediglich 3 Fotos vorgelegt, die nichts über den technischen Zustand der gebrauchten Anlage, die Größe, Ausstattung usw. aussagen. Auf dieser Grundlage kann kein verantwortungsbewusster Schulträger innerhalb weniger Tage eine Entscheidung fällen!
Die Schule ist an keinerlei Konfrontation interessiert. Jedoch ist es äußert schwierig, genehmigungsfähige neue Räume für die Schule zu finden, da es hohe Auflagen für Schulgebäude gibt. Der Trägerverein der Schule hat den zuständigen Bürgermeister, Dr. Gerner, mehrfach um Hilfe bei der Suche nach geeigneten Räumen für eine Zwischenlösung gebeten. Selbstverständlich würde die Schule für Räumlichkeiten, bspw. in einer der leer stehenden Hauptschulen, Miete bezahlen. Unsere Schule steht auf einem soliden finanziellen Fundament; die Probleme sind nicht hausgemacht, sondern von außen aufgezwungen.
Wir Eltern und Schüler kommen alle aus der Metropol-Region Rhein-Neckar. Die Schule wurde von „ganz normalen“ Eltern gegründet. Eltern sorgen fürs tägliche Frühstück, für geputzte Toiletten und saubere Räume – und so auch dafür, dass das Schulgeld moderat bleibt.
Schule und Familie haben einen hohen Stellenwert in der Politik unseres Oberbürgermeisters. Wir gehen deshalb davon aus, dass er uns tatkräftige Unterstützung zukommen lässt.
In der Freien Reformschule Heidelberg, der einzigen Jenaplan-Schule in Baden-Württemberg, wird ein Ganztageskonzept mit kleinen, jahrgangsübergreifenden Gruppen mit je zwei Lehrkräften, individueller Förderung, täglichem Bewegungsangebot, Integration von Kindern mit Handicaps und eigenverantwortetem Lernen gelebt.
Wir wiederholen an dieser Stelle die mehrfach ausgesprochenen Einladungen an Herrn OB Würzner und Sozialbürgermeister, sich vor Ort ein Bild der Schule zu machen, die unverzichtbar zur Bildungsvielfalt der Stadt Heidelberg gehört.
Wir appellieren an Stadtverwaltung, Politik und Wirtschaft, mit uns zusammen den Fortbestand der Freien Reformschule Heidelberg zu sichern!
Die Elternvertreter der Freien Reformschule Heidelberg
Eva Weiler
Friederike Blaser
Andrea Jörder
Jona Bauer
Klaus Happes
Christine Lengler
Was gefällt uns an unserer Schule?

Heidelberg, 18.12.08
An: Rhein-Neckar-Zeitung
Leserbrief zum Bericht über die Freie Reformschule Heidelberg vom 16.12.08
Sehr geehrte Redaktion,
Dank für die ausführliche Berichterstattung zur Situation der Freien Reformschule Heidelberg. Als betroffene Eltern möchten wir noch einmal auf die einzigartige Besonderheit dieser Schule hinweisen. Gelegentlich müssen wir interessierten Freunden erklären, dass es sich hier keineswegs um eine etwas weltfremde „Reformhaus-Schule“ handelt, sondern im Gegenteil um eine Einrichtung, die moderne und nicht zuletzt im PISA-Sieger-Land Finnland erprobte pädagogische Ideen vertritt, die am besten durch die Stichworte „individualisiertes und altersübergreifendes Lernen“, „maximale Förderung selbstständigen Lernens“, „Verzicht auf Notengebung“ und „Ganztagskonzept ohne Hausaufgaben“ charakterisiert ist. Wer das Konzept genauer kennen lernen möchte, kann sich im Übrigen über die gerade zur deutschen „Schule des Jahres“ gewählte Wartburg-Grundschule in Münster informieren, die fast identisch arbeitet. Auch die FRS HD wurde bereits in pädagogischen Fachzeitschriften beschrieben. „Unsere Schule“ (ja, erstmals verwenden wir diese Worte nach umzugsbedingten Erfahrungen mit zwei Regelschulen) ist ein wunderbar kindgerechter Ort, den unser 10jähriger Sohn mit Begeisterung besucht und wo er – ohne Lehrplandrill und Notendruck - seine Freude am Lernen wieder gewonnen hat.
Die FRS ist nun unverschuldet, sozusagen aus Pech, existenziell bedroht. Mit ihr ist ein Projekt gefährdet, das bei moderatem Schulgeld für viele eine Alternative sein könnte.
Wir appellieren an die Stadt Heidelberg, auf problematische Schuldzuweisungen - wie im Artikel zitiert - zu verzichten. Die Nutzung des Geländes im Neuenheimer Feld hat sich aus verschiedenen Gründen als nicht durchführbar erwiesen.
Wir wünschen uns eine energische Unterstützung durch die Stadt, damit „unsere“ Schule weiterleben und auch in Zukunft die Vielfalt der Heidelberger Schullandschaft bereichern kann.
Mit freundlichen Grüßen
Renate Weißbeck-Schauenburg, Päd. M.A.
Prof. Dr. med. Henning Schauenburg
Was gefällt uns an unserer Schule?

Heidelberg, 17.12.08
An: Rhein-Neckar-Zeitung
Leserbrief zum Bericht über die Freie Reformschule Heidelberg vom 16.12.08
Liebe RNZ-Redaktion,
zu Ihrem Artikel möchte ich gerne meinen Eindruck als betroffener Elternteil schildern.
Die Freie Reformschule ist eine einzigartige Ganztagsschule im Stadtgebiet und muss fortbestehen. Sie ist eine Schule in die ALLE Kinder mit Begeisterung gehen. Die Kinder werden individuell gefördert, machen Schul- und keine Hausaufgaben und müssen keinen schweren Ranzen schleppen.
Diese Schule ist von Eltern, normalen Arbeitern und Angestellten gegründet und vollständig finanziert worden. Eltern und Lehrer wirken mit Engagement und Begeisterung mit. Die niedrigen Schulgebühren umfassen Komplettes Lernmaterial, Frühstück, Mittagessen, Ganztagesbetreuung, umfangreiches Sportangebot, Ferienbetreuung. Die Schule fördert ausdrücklich Kinder mit Handicaps. Sie nimmt ausdrücklich Kinder auf, die in herkömmlichen Schulen nicht zurechtkommen; nach einem halben Jahr sind diese Kinder integriert und leistungsstark. Trotz der bedrohlichen Raumsituation nimmt der Strom der Anmeldungen auf diese Schule zu!
Die Freie Reformschule hat ein professionelles Management und ein langfristiges Gestaltungskonzept. Sie engagiert sich und ist verbunden mit dem Stadtteil, den Kirchen und Vereinen.
Bitte besuchen Sie die Freie Reformschule im Pfaffengrund und überzeugen Sie sich selbst.
Mit freundlichen Grüßen
Marcel Imkamp, Dipl.-Inform. Med.
Was gefällt uns an unserer Schule?

Heidelberg, 17.12.08
An: Rhein-Neckar-Zeitung
Leserbrief zum Bericht über die Freie Reformschule Heidelberg vom 16.12.08
Liebe RNZ-Redaktion,
zu Ihrem Artikel möchte ich mich gerne als betroffener Elternteil äußern.
In der Freien Reformschule haben wir endlich gefunden, was wir für unser Kind gesucht haben: jahrgangsübergreifende Klassen, individuelle Förderung, 2 Lehrer je Klasse, viele Angebote, von Handwerk über Mathematik und einem reichen Sportangebot, bis hin zu mehreren Sprachen. Unser Grundschulkind wächst fließend in das Englische und Spanische hinein.
Alle Eltern helfen und gestalten mit und kennen sich untereinander. Es entstehen Netzwerke über die Schule hinaus. Die Freie Reformschule lebt vor, was Schule sein kann und in Deutschland sein sollte.
Zwischen Eltern und Lehrern herrscht ein ausgesprochen freundliches Verhältnis. Wir haben großes Zutrauen zu den Lehrern und sehen die Erfolge bei unseren Kindern.
Die Freie Reformschule ist ein kostbarer und unverzichtbarer Beitrag zur Heidelberger Bildungslandschaft. Sie ist in Ihrer Form einzigartig in Baden-Württemberg.
Bitte helfen Sie mit, diese Schule zu erhalten!
Mit freundlichen Grüßen
Kristiina Iso-Kokkila, Dipl.-Übersetzerin Deutsch/Finnisch